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Electronic Mall: Banking und Shopping in globalen Netzen

Kapitel III:
Elektronische Informationsdienste: Zukunftsweisende Konzepte und prototypische Umsetzung im Bankenbereich

2.3 Die Kategorien der elektronischen Informationen

2.3.6 Kombinierte Dienstleistungen

Die Kombinationen lassen sich unter Bezug auf die oben besprochene Matrix der Informationsarten entweder horizontal oder vertikal durchführen.

Als Beispiel sei eine Kombination von Broadcast- mit individuellen Informationen aufgeführt: Individuelle Kontoinformation + Broadcast des aktuellen Dollarkurs = aktuell bewerteter Kontostand des Dollarkontos in Schweizer Franken (siehe Bild III-11). Die Broadcast-Information kann dabei entweder "on stock" bezogen werden oder auch "on delivery", falls der Kunde diesen Service abonniert hat, weil er ihn regelmässig braucht.

Dabei kann diese Dienstleistungskombination entweder vom Informationslieferanten oder direkt beim Endbezüger durch die entsprechend leistungsfähige Client-Software erbracht werden. Wird die Kombination durch den Informationslieferanten erbracht, so steht es diesem offen, die Informationen von demselben Produzenten oder aus unterschiedlichen Quellen zu beziehen.

Ein weiteres Kombinations-Beispiel (Bild III-12) lässt sich ausgehend von Reservationsbestätigungen aufzeigen: Eine Kombination dieser individuellen, auf spezifische Anfrage hin erstellte Information mit "1:n" und "on stock" Services ergibt eine ständig aktualisierte Tabelle mit den freien Plätzen, die mittels eines elektronischen schwarzen Brettes des Anbieters einsehbar ist.

Während die Reservationsbestätigung nur für die spezifische Person von Nutzen ist, stellt die gleichzeitig aktualisierte Information der Anzahl freien Plätze eine Information dar, die allen noch interessierten potentiellen Kinogängern von Nutzen ist.

Hingegen ist es bereits von fraglichem Nutzen, wenn man die gleiche Information über die Anzahl der freien Plätze bei jeder Änderung im "on delivery"-Verfahren an alle potentiellen Interessenten verteilt. Insbesondere wird es in diesem Fall schwierig, die potentiellen Interessierten zu identifizieren.

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Bild III-6: Kombinationsbeispiel von Informations-Dienstleistungen (1)

Wie dieses Beispiel zeigt, ist es wichtig, sich bei jeder möglichen Informationsdienstleistung zu überlegen, zu welcher Kategorie sie gehört, um sie dann entsprechend effizient anbieten zu können. Denn parallel zur Kategorisierung der Dienstleistungen muss sich jeder Anbieter darüber klar werden, welche Technologien und Telekommunikationsmedien er zur Erbringung der Dienstleistungen nutzen will. Der Matrix mit den gewünschten Dienstleistungen wird auf diese Weise in einem zweiten Schritt eine Matrix der Technologie- und Telekommunikationsprofile unterlegt.

In diesem Bereich liegen viele Möglichkeiten zur Bildung von neuen Services offen. Die Kombinationsmöglichkeiten werden dadurch erleichtert, dass alle Einzelbestandteile elektronisch zur Verfügung stehen und daher relativ leicht miteinander verwoben werden können. Dies im Gegensatz zu traditionell erbrachten Dienstleistungen, die sich nur unter erheblich höherem Aufwand neu aufeinander abstimmen lassen.

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Bild III-7: Kombinationsbeispiel von Informations-Dienstleistungen (2)

Literaturverzeichnis


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Aktualisiert am 16. Februar 1996; Kommentare an emall@obs-us.com.